• 17. August 2018

Wandel in der Kuhzucht

Wandel in der Kuhzucht

1024 681 Gerlach

Lange Zeit war es Ziel der Kuhzucht, möglichst große und schwere Kühe zu züchten. Es galt als erstrebenswert, da die Tiere auf diese Weise auch mehr Milch geben sollen. Dass dieser Trend nicht nur Vorteile hat, lässt sich leicht erklären.

Die Kühe sind mittlerweile oft über 1,60 m groß und wiegen eine knappe Tonne – Bringen aber auch etwa 10.000 Liter Milch im Jahr. Darunter leidet vor allem die Kuh selbst: Diese bekommen häufig körperliche Probleme aufgrund des hohen Gewichtes und der hohen Milchproduktion. Außerdem führen die großen Futtermengen dazu, dass die Kühe häufig Probleme mit der Entgiftung in der Leber haben. Auch ein geschwächtes Immunsystem ist häufig die Folge. All das führt dazu, dass die Kühe bereits nach vier bis fünf Jahren sterben oder geschlachtet werden müssen. Dies ist natürlich auch für die Milchbauern nicht sonderlich nachhaltig und wirtschaftsstärkend.

Aufgrund dieser Entwicklung haben einige Schweizer Landwirte sich das Ziel gesetzt, diese zu stoppen oder gar zurück zu wandeln. Sie wollen Kühe züchten, welche etwas kleiner sind und nur noch 500 – 600 Kilogramm auf die Waage bringen. Dies hat zwar eine geringere Milchproduktion von „nur“ 8.000 Litern zur Folge – Einige Vorteile bringt diese Entwicklung dennoch. So sind diese Kühe deutlich seltener krank, Tierarztkosten werden gespart und die Lebenszeit auf sieben bis acht Jahre verlängert. Außerdem sind die Kosten für das Futter deutlich geringer, da vor allem das teure Kraftfutter reduziert werden kann.

Die Kühe, die gerade in der Schweiz gezüchtet wurden sind also deutlich gesünder und robuster, was nicht nur den Tieren, sondern auch den Landwirten zu Gute kommt. Ein Nachteil besteht jedoch: Für dieselbe Menge Milch werden mehr Tiere benötigt – das wiederum führt zu einem erhöhten CO2-Ausstoß.

Dennoch befürworten wir es gern, wenn das Tierwohl berücksichtigt wird und ein Umdenken geschieht!

Quelle 1

Quelle 2

Quelle 3

Hinterlasse eine Antwort

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mit

„Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen”

Mit diesen Maßnahmen werden landwirtschaftliche Betriebe bei der Erhaltung und Verbesserung der Umweltsituation unterstützt. Ziel ist eine nachhaltige und ressourcenschonende Bewirtschaftung in Bezug auf Artenvielfalt, Boden, Wasser und den Schutz des Klimas.